Controlling-Lexikon

Controller

1. Allgemeines

Controller sind diejenigen Mitarbeiter im Unternehmen, die Controllingfunktionen ausüben (Controlling). Der Controller informiert über das, was ist, vergleicht es mit dem angestrebten Ziel (Soll-Ist-Vergleich) und entwickelt Vorschläge, wie dieses Ziel am besten zu erreichen ist.

In größeren Unternehmen gibt es für jeden Bereich einen Controller (z.B. Produktions-Controller). Sie sind meist unmittelbar der Geschäftsleitung unterstellt. In kleinen und mittleren Unternehmen wird diese Funktion häufig von einem Mitarbeiter des Rechnungswesens oder einem Mitglied der Geschäftsleitung wahrgenommen. Letzteres birgt die Gefahr in sich, dass die Interessenkalkulation einseitig erfolgt und die Führungsarbeit im Unternehmen unzureichend selbstkritisch beurteilt wird. Allerdings sollte der Controller in der Unternehmenshierarchie nahe beim Management angesiedelt sein, um im Unternehmen ausreichend ernst genommen zu werden. Insbesondere in Klein- und Mittelbetrieben bietet sich die Möglichkeit an, Externe mit der Controllerfunktion zu betrauen.

2. Aufgaben des Controllers

  • wirtschaftliche Beratung und Mitarbeit bei der Zielfindung

  • Beratung und Koordination bei der Planung (Teilpläne)

  • Aufstellen der Gesamtpläne (Ergebnis- und Finanzpläne)

  • Überwachen der Unternehmenssituation und der ziel- und gewinnorientierten Arbeit (Erkennen von Problemursachen)

  • Schaffung und Pflege von Informationssystemen (auch EDV)

3. Persönliche und fachliche Voraussetzungen des Controllers

  • sehr gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse

  • möglichst langjährige Berufserfahrung

  • Erfahrung in der Leitung von Arbeitsgruppen und Besprechungen

  • gute Kenntnisse und Fähigkeit in Moderation: Teamorientierung, sachorientierte Dialogfähigkeit

  • Fähigkeit zur anschaulichen Darstellung von Zusammenhängen

  • soziale und menschliche Kompetenz

  • Überzeugungsfähigkeit

  • Stehvermögen

4. Grundsätze der Arbeit eines Controllers

  • Regelmäßigkeit: Damit Entwicklungen erkannt werden können, müssen die Daten kontinuierlich erfasst werden.

  • Schnelligkeit: Nur aktuelle Zahlen können Entscheidungen wirksam unterstützen.

  • Kooperation: Keine Kritik üben, sondern zu Selbstkritik und Handeln anregen.

  • anschauliche und empfängergerechte klare Darstellung

  • kein übertriebener Perfektionismus: Es sollten nur die für Unternehmens-entscheidungen wirklich notwendigen Daten erhoben werden (Lean Controlling)

Siehe auch
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