Controlling-Lexikon

Top-down-Planung

Zur Unterscheidung von Planungsarten finden sich in der betriebswirtschaftlichen Literatur zahlreiche Klassifikationsmöglichkeiten. Eine hiervon ist die Differenzierung nach der Planungsrichtung in

  • retrograde Planung (Top-down-Planung),

  • progressive Planung (Bottom-up-Planung) und in

  • Gegenstromplanung (Gegenstromverfahren, Top-down/Bottom-up-Planung).

Bei der Top-down-Planung werden die Pläne von oben nach unten abgeleitet, das heißt, der von der Unternehmensleitung vorgegebene Rahmenplan wird in den nachfolgenden Planungsstufen in Teilpläne zerlegt und präzisiert und dient den nachfolgenden Planungsebenen wiederum als Rahmenplan.

Die Top-down-Planung hat den Vorteil, dass die Zielsetzungen aller Teilpläne in hohem Maße der Zielsetzung des Gesamtunternehmens entsprechen. Es besteht jedoch grundsätzlich die Gefahr, dass die vorgelagerte Planungsebene den nachfolgenden Ebenen Plandaten vorgibt, die diese von vornherein nicht erfüllen können. Darüber hinaus lässt sich nicht immer vermeiden, dass bei unteren Planungsebenen der Eindruck entsteht, "verplant" zu werden.

Siehe auch

Bottom-up-Planung Gegenstromverfahren

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